Spitzenfrauen im Gesundheitswesen – Motor einer agilen und gesunden Gesellschaft

Am 8. September 2020 fand im Rahmen des assoziierten Beiprogramms des deutschen EU-Ratspräsidentschaft eine Veranstaltung der Spitzenfrauen Gesundheit in Zusammenarbeit mit den Women in Global Health Germany statt. Zahlreiche hochkarätige Referentinnen berichteten von ihren Erfahrungen und gaben interessante Einblicke. Übereinstimmend wurden strukturelle Änderungen und ein gutes Netzwerk als wichtigste Faktoren für mehr Spitzenfrauen angesehen.

Mit herzlichen Grüßen des Ministers Jens Spahn startete die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Weiss. Die aktuelle Bundesregierung sehe Handlungsbedarf, habe bereits einiges getan und nun gehe es um das Zweite Führungspositionengesetz (FüPoG). Es befinde sich momentan in der Ressortabstimmung und sehe bis 2025 eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Bundesverwaltung vor. Das gelte dann auch für Selbstverwaltungskörperschaften im Gesundheitswesen wie bundesunmittelbare Krankenkassen.

Die Geschäftsführerin der deutsch-schwedischen AllBright-Stiftung, Wiebke Ankersen, machte auf den enormen Rückstand Deutschlands bei der Beteiligung von Frauen in Spitzenpositionen aufmerksam. Andere Länder, wie Schweden, seien Deutschland hier weit voraus. Die schwedische Regierung habe bereits beim Fachkräftemangel in den 60er Jahren gut ausgebildete Frauen bewusst auf den Arbeitsmarkt geholt, während Deutschland Fachkräfte aus dem Ausland rekrutiert habe. So sei ein völlig unterschiedliches gesellschaftliches Bild der Frau und auch des Mannes in den jeweiligen Ländern entstanden.

Eine Gesprächsrunde mit drei weiblichen Vorstandsmitgliedern der Krankenkassen brachte spannende Erkenntnisse zur kulturellen Prägung, gerade bei den Körperschaften des öffentlichen Rechts. Es werde auf Tradition gesetzt, während Veränderungen eher als risikoreich wahrgenommen werden. Alle sahen es als großen Fortschritt an, dass es nun im neuen Lenkungsausschuss beim Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen erstmals eine Frauen-Quote gebe. Sie habe sofort zu einen anderen Kommunikationskultur geführt.

Die Vertreterinnen einiger Firmen der pharmazeutischen Industrie konnten zeigen, dass man in ihren, oft international geprägten Unternehmen schon ein Stück weiter ist. Deutlich werde das zum Beispiel an familienfreundlicheren Bedingungen in Führungspositionen. Eine Abschlussrunde mit Vertreterinnen aus dem Bundestag betonte erneut den politischen Handlungsdruck. Alle Beteiligten und viele per Videostreaming zugeschalteten Gäste fanden viel Lob für die fast vierstündige Veranstaltung.

Wir sagen danke! …An alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und an alle Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Veranstaltung digital verfolgt haben. An dieser Stelle möchten wir uns herzlichst bei unseren Sponsoren für die Unterstütung und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken!

Pressemitteilung „Verein fordert mehr Frauen in Führungsetagen des Gesundheitswesens“



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