Spitzenfrauen Gesundheit beschließen auf ihrer Mitgliederversammlung in Berlin Forderungen zur Bundestagswahl und sorgen mit zukunftsorientierten Positionen für frischen Wind im Gesundheitswesen.

Berlin, 13. September 2021: Echte Wiedersehensfreude und große Ziele bei den Spitzenfrauen Gesundheit: Zu ihrer ersten analogen Mitgliederversammlung präsentierten die Vorständinnen des 2019 gegründeten Vereins kürzlich nicht nur frische Ideen und den neuen Intra-und Internet-Auftritt des Netzwerkes, sondern beschlossen vor allem ihre Forderungen zur Bundestagswahl 2021. „Wir fordern, dass die seit mehr als 70 Jahren im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung von Männern und Frauen endlich umgesetzt wird und wesentlich mehr Frauen in Führungspositionen gelangen“, sagt Antje Kapinsky, Co- Vorsitzende des Spitzenfrauen Gesundheit e.V.. Das sei nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. „Das Gesundheitssystem als Ganzes wird davon profitieren, weil Entscheidungen auf breiterer Basis getroffen werden.“ Das Gesundheitswesen stünde vor großen Herausforderungen. Es sei wichtig, die Arbeitsbedingungen und die Kultur der Zusammenarbeit so weiterzuentwickeln, dass sie bessere Karrierechancen für Frauen eröffneten. Ihre Expertise sei zu wertvoll, um sie nicht optimal zu nutzen. Zudem verbessere eine geschlechtersensible Sicht die Versorgung bei Männern und Frauen.

„Wir brauchen einen grundlegenden Change im Gesundheitswesen. Diesen können wir nur erreichen, wenn Männer und Frauen gemeinsam an neuen Lösungen arbeiten. Deshalb müssen mehr Frauen mitplanen und mitentscheiden können“, fordert Cornelia Wanke, Co- Vorsitzende des Vereins. Deshalb müssten alle Organisationen, die im Bereich der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung Leistungen erbringen, gesetzlich definierte Aufgaben übernehmen oder an der Gestaltung des medizinischen und pflegerischen Leistungsangebots mitwirken, künftig auf der Führungsebene paritätisch besetzt werden. „Es ist belegt, dass Organisationen, die dies schon leben, nicht nur als innovative und zukunftsfähige Arbeitgeber wahrgenommen werden – sie weisen auch bessere Ergebnisse auf.“ Es gebe also viele gute Gründe für mehr Frauen in Spitzenpositionen.

Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der Spitzenfrauen Gesundheit, weist auf eine weiter wichtige Forderung des Vereins hin: „Die Gendermedizin muss zum verpflichtenden Bestandteil der Curricula in Studium und Lehre werden. Darüber hinaus gilt es, in klinischen Studien, Leitlinien und Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses zukünftig gendermedizinisch Aspekte zu berücksichtigen, so die Fachärztin für Allgemeinmedizin.

Die Zeit sei reif für mehr Frauen in Führung und neues Denken im Gesundheitswesen, so die Spitzenfrauen Gesundheit. „Um unser Gesundheitswesen dauerhaft zu sichern und finanzierbar zu halten, braucht es frische Ansätze. Diese wollen wir als Frauen im Gesundheitswesen entwickeln und gemeinsam zur Umsetzung bringen.“

Die Spitzenfrauen Gesundheit sind ein Zusammenschluss von unterschiedlichsten Frauen aus dem Gesundheitswesen. Sie setzen sich insbesondere für die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen im Gesundheitswesen und in der Gesundheitspolitik, die Wahrung ihrer beruflichen und sozialen Interessen sowie die Förderung von genderbezogenen Ansätzen in der Medizin und gesundheitlichen Versorgung ein. Sie vertreten die Belange der Frauen gegenüber dem Gesetzgeber, der Verwaltung und der Öffentlichkeit. Die Spitzenfrauen Gesundheit bilden darüber hinaus Netzwerke innerhalb der Mitgliedschaft und anderer interessierter Personen, unterstützen Frauen in Fragen der beruflichen Weiterentwicklung, organisieren Veranstaltungen und fördern wissenschaftliche Arbeiten oder Projekte im Sinne des Vereinszwecks.

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